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12Feb/11Off

Zeitungsverlage setzen Hoffnung ins iPad

Trotz der eher ernüchternden Downloadzahlen sehen die meisten Zeitungsverlage zuversichtlich in die Zukunft und erwarten hohe Umsätze dank dem iPad. Doch kann Steve Jobs mit seinem iPad eine ganze Branche retten? Wird eine einzige Erfindung ausreichen, damit unzählige Journalisten der Zeitungsverlage auch weiterhin ihren Job behalten?

Wie planet-apfel.de bereits in einem älteren Artikel berichtete, hat Rupert Murdoch vor einiger Zeit endlich seine iPad-Zeitung „The Daily“ gestartet. Erhältlich ist diese digitale Zeitung jedoch ausschließlich für Amerikaner. iPad-Besitzer aus anderen Ländern wie zum Beispiel auch Deutschland werden vom neuen Projekt bislang noch ausgeschlossen. Der Erfolg dieses überaus teuren Projekts (Murdoch investierte insgesamt etwa 30 Millionen Dollar) bleibt jedoch noch abzuwarten. Fraglich bleibt auch, ob man es schaffen wird mit nur 99 Cent pro Leser als wöchentliche Pauschale zurechtzukommen. Murdoch sieht sein neues Projekt als enorm innovativ und sagt dazu zum Beispiel bei der Veröffentlichung, dass „der Journalismus neu definiert wird“.

In Deutschland sind momentan 30 von insgesamt 50 Apps der Verlage als digitale Zeitung zu lesen. Das zumindest gibt der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger an. Hierzulande besitzen aktuell etwa 350.000 Menschen ein iPad von Apple. Klar, dass da der ein oder andere an einem Projekt wie „The Daily“ interessiert wäre und überdies auch bereit wäre dafür entsprechend zu bezahlen. Die Frage wird trotzdem sein, ob man es auf Dauer schaffen wird, die Leser dafür zu sensibilisieren, für hochwertigen Journalismus zu bezahlen.

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