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1Sep/11Off

Financial Times zieht sich aus dem Apple Store zurück

Die Financial Times App für das iPhone und das iPad ist im App Store nicht mehr verfügbar. Nach „einvernehmlichen Gesprächen mit Apple“ habe die Financial Times ihre Apps entfernt, wie Tom Glover, seines Zeichens Pressesprecher der Financial Times, gegenüber der Zeitschrift Mac & i erklärte.

Alternative zur App verfügbar!

Der US-amerikanische Elektronikriese Apple hatte bereits Anfang Juni neue Regeln für Apps von Inhalte-Anbietern aufgestellt. Als Reaktion darauf hatte das Wirtschaftsblatt eine alternative Lösung auf den Markt gebracht: eine auf den im mobilen Betriebssystem iOS enthaltenen Browser Safari ausgelegte Internet-Anwendung. Abonnenten wurden bereits Mitte Juni darauf hingewiesen, dass die App lediglich noch eine Zwischenlösung darstellen würde. Die Financial Times hatte sich zusätzlich zu den Regeländerungen auch daran gestört, dass die Kunden nach Abschluss eines In-App-Abonnements selbst bestimmen konnten, ob die Daten an den Verlag weitergegeben werden oder nicht.

Ein Sprecher der Wirtschaftszeitung hatte gegenüber dem Blog paidContent berichtet, dass die Apps in Zukunft nicht mehr für iTunes-User zur Verfügung stehen würden und im selben Zuge auf die Web-Anwendung verwiesen. Die Apps seien zwar nun nicht mehr verfügbar, doch bereits installierte Apps würden selbstverständlich auch weiterhin noch funktionieren, so der Sprecher. Dieses ganze Prozedere betrifft allerdings nicht die Financial Times Deutschland, da diese einem anderen Verlag gehört. Somit ist deren App auch weiterhin noch im App Store erhältlich.

Apple möchte kein kostenloser Werbeträger sein!

Seit dem Frühjahr 2011 fordert Apple die Entfernung sämtlicher Links aus den Apps, die auf externe Kaufangebote verweisen. Dieser Aufforderung sind auch schon einige Anbieter nachgekommen. So hatte beispielsweise Amazon nach kürzester Zeit den Link zum hauseigenen Buchladen aus der Kindle-App entfernt. Anfangs sah Apples Forderung so aus, dass jeder Anbieter seine externen Angebote immer auch als In-App-Kauf zur Verfügung stellen muss – dies zum gleichen Preis oder sogar günstiger. Diese Regelung hatte Apple jedoch im Juni wieder aus seinen Richtlinien gestrichen. Schließlich kassiert Apple bei jedem In-App Verkauf 30 Prozent des Umsatzes.

[Beitragsbild von Financial Times photos by flickr.com]

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