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15Sep/11Off

Zensur: Apple verbannt iPhone-Apps aus iTunes Store!

Der US-amerikanische Elektronikriese Apple ist für seine harte Zensur im iTunes Store bekannt. So verbannt der Konzern zum Beispiel erotische Inhalte sofort und hat stets ein Auge auf neue Applikationen. Viele App-Entwickler stören sich an der hohen Messlatte, die Apple für die iTunes-Inhalte anlegt. Doch in vielen Fällen ist die kritische Überprüfung des Konzerns durchaus sinnvoll – wie nun ein aktueller Fall in Frankreich zeigt!

Antisemitische Anwendung im französischen App Store entfernt!

Ein Angebot der geschmacklosen Art sorgte in Frankreich für Proteste gegen den US-Konzern. So konnten Nutzer im französischen App Store eine Anwendung herunterladen, mit deren Hilfe man feststellen konnte, ob ein Politiker oder Prominenter jüdischer Abstammung ist. Nachdem Apple die App „Jude oder Nicht-Jude“ für den iTunes Store zugelassen hatte, protestierten Anhänger der Menschenrechtsgruppe „SOS Racisme“ gegen diesen Inhalt und forderten die sofortige Entfernung. Nicht nur, dass diese Anwendung mehr als fragwürdig ist, in Frankreich ist es zudem verboten, die Religion einer Person ohne deren Zustimmung zu veröffentlichen. Aus dem französischen App Store wurde diese App nun verbannt.

Diese App passte Apple nicht!

Erst kurz zuvor hatte Apple eine weitere Anwendung aus dem Store geworfen, die dem US-Konzern ein Dorn im Auge war. Mit der Applikation „Phone Story“ wollte die italienische Organisation Molleindustria auf die Arbeitsbedingungen aufmerksam machen, die während der Produktion des Apple Smartphones vorherrschen. Neben dem Abbau des Edelmetalls Coltan, wird auch die Selbstmordserie bei dem Zulieferer Foxconn und auch die Ausbeutung der Umwelt in der Minispielesammlung behandelt. Durch diese App wird allerdings nicht nur Apple selbst unter Druck gesetzt, auch die Zulieferer geraten in den Mittelpunkt der Kritik.

Nicht verwunderlich also, dass diese App innerhalb kurzer Zeit mit sofortiger Wirkung aus dem Store entfernt wurde. Vorgeschoben wurde die Begründung, dass der Inhalt der Anwendung Gewalt und Missbrauch von Kindern darstellen würde.

Erotische Inhalte unerwünscht – aber nicht immer!

Bereits in der Vergangenheit löschte Apple immer wieder Anwendungen, die nicht den Vorstellungen des Konzerns entsprachen. Dazu zählen zum Beispiel auch Apps mit erotischem Inhalt. Allerdings hält sich Apple gerade bei diesem Punkt nicht an seine eigenen Prinzipien. Denn die Applikationen von bekannten Marken werden trotz erotischer Themen geduldet. So darf zum Beispiel die Zeitschrift Sports Illustrated weiterhin eine Bikini-Anwendung im Apple Store anbieten, während die Zeitschrift Stern hingegen wegen einer Galerie mit freizügigen Bildern kritisiert worden war.

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