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2Nov/11Off

Der Unterschied zwischen Tim Cooks und Steve Jobs‘ Unternehmensführung

So verschieden, wie die Menschen sind, so verschieden sind auch die Führungsstile des verstorbenen Steve Jobs und dessen Nachfolger Tim Cook. Zwar hatte Tim Cook zu Beginn versucht, die Mitarbeiter von Apple mit den Worten „Apple is not going to change“ zu beruhigen, doch kristallisieren sich schon jetzt die ersten Unterschiede im Hinblick auf die Unternehmensführung heraus.

Cook kümmert sich um Bereiche, die Jobs nicht beachtete

Laut einem Bericht des Wall Street Journal kümmert sich Tim Cook auch um administrative Probleme, mit denen sich sein Vorgänger offensichtlich überhaupt nicht beschäftigt hatte. Darunter fallen uner anderem Promotion und Corporate Reporting Strukturen. Außerdem soll Tim Cook wesentlich öfter den Kontakt zu seinen Mitarbeitern suchen als Steve Jobs dies zu Lebzeiten getan hat. So wird etwa darüber berichtet, dass Cook bereits mehrfach E-Mails an sämtliche Mitarbeiter gesendet haben soll, in denen er stets betont hatte, dass sich die Mitarbeiter von Apple als Team sehen würden.

Das Ziel von Tim Cook sei eine teilweise Umstrukturierung des US-amerikanischen Konzerns. So soll der bisher noch unabhängig arbeitende geschäftliche Bereich in zwei getrennte Sektoren aufgeteilt werden, und zwar in einen Vertriebs- und einen Marketingbereich. Dies würde für Phil Schiller, seines Zeichens Vice President der Marketingabteilung, und auch für John Brandon eine enorme Zusatzverantwortung bedeuten.

Cooks Erfahrungen als COO beeinflussen sein Handeln

Während die Unternehmensleitung unter Cooks Führung immer mehr wirtschaftlich ausgerichtet wird, stellt sich die Frage, was wohl in Zukunft aus dem Technologie-Konzern werden wird. Denn immerhin hat Cook bereits langjährige Erfahrungen als COO sammeln können, die sich sicherlich auf seinen Führungsstil auswirken werden. Doch müssen Veränderungen in einem Unternehmen immer negativ sein? Wie es in der nächsten Zeit mit Apple weitergehen wird, bleibt daher erst einmal abzuwarten.

2Nov/11Off

Apple feuert Mitarbeiter wegen negativer Kritik bei Facebook

Eigentlich sollte sich jeder – vollkommen unabhängig davon für welches Unternehmen er auch immer arbeitet – darüber im Klaren sein, dass er sich in der Öffentlichkeit nicht negativ über seinen Arbeitgeber, das Unternehmen oder seine Produkte äußern sollte, ohne mit entsprechenden Konsequenzen rechnen zu müssen. Doch ein Mitarbeiter eines Apple Retail Stores hatte davon offensichtlich noch nie etwas gehört – oder sich schlichtweg keine Gedanken darüber gemacht. Oder aber, er hat nicht bedacht, dass solche sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook auch für die breite Masse der Öffentlichkeit zugänglich sind. So hatte sich ein Brite namens Crisp auf seiner privaten Facebook Profilseite negativ über Apples Produkte geäußert und diese fleißig kritisiert. Dass er nun mit den Konsequenzen leben muss, ist verständlich: er wurde fristlos von Apple gekündigt.

Ist die private Facebook-Seite wirklich privat?

Der ehemalige Mitarbeiter eines britischen Retail Stores hatte sich auf seiner Profilseite auf Facebook immer wieder negativ über diverse Geräte des US-amerikanischen Elektronik-Riesen geäußert. Einige seiner Kollegen, denen dieses grobe Fehlverhalten aufgefallen war, hatten dies ihren Vorgesetzten gemeldet, die schließlich die entsprechend notwendigen Schritte einleiteten und dem Kritiker nun kündigten. Doch Crisp wollte dies so nicht akzeptieren und ging vor Gericht. Er gab vor dem britischen Amtsgericht an, die Postings auf seiner Profilseite seien ebenso privat wie seine Profilseite selbst, weshalb man ihm daraus keinen Strick drehen dürfe. Doch das Gericht war hier anderer Meinung. Sie hatten sich auf die Freunde des Ex-Apple-Mitarbeiters berufen, die ohne Probleme die Einträge im gesamten Internet hätten verbreiten können.

Schlechte Arbeitsbedingungen Schuld an negativen Beiträgen?

Immer wieder haben in der Vergangenheit in Retail Stores beschäftige Apple Mitarbeiter über schlechte Arbeitsbedingungen und zu niedrige Dumping-Löhne geklagt. Einige hatten sich sogar zusammengetan, um eine Gewerkschaft zu gründen, die für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen sollte. Daher könnte es sein, dass auch der nun gekündigte Crisp schlichtweg unzufrieden mit seiner Arbeit war und deshalb seinem Frust über Facebook Luft gemacht hat.

Unzufriedenheit ist kein Freibrief

Abschließend bleibt nur noch zu erwähnen, dass man sich doch lieber an seine Schweigepflicht halten sollte, wenn eine solche vertraglich vereinbart wird. Andernfalls ergeht es jedem irgendwann einmal wie Crisp, wenn nicht sogar noch weitere Sanktionen verhängt werden. Unzufriedenheit und schlechte Arbeitsbedingungen sind schließlich kein Freibrief für einen Verstoß gegen die Schweigepflicht.