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2Nov/11Off

Apple feuert Mitarbeiter wegen negativer Kritik bei Facebook

Eigentlich sollte sich jeder – vollkommen unabhängig davon für welches Unternehmen er auch immer arbeitet – darüber im Klaren sein, dass er sich in der Öffentlichkeit nicht negativ über seinen Arbeitgeber, das Unternehmen oder seine Produkte äußern sollte, ohne mit entsprechenden Konsequenzen rechnen zu müssen. Doch ein Mitarbeiter eines Apple Retail Stores hatte davon offensichtlich noch nie etwas gehört – oder sich schlichtweg keine Gedanken darüber gemacht. Oder aber, er hat nicht bedacht, dass solche sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook auch für die breite Masse der Öffentlichkeit zugänglich sind. So hatte sich ein Brite namens Crisp auf seiner privaten Facebook Profilseite negativ über Apples Produkte geäußert und diese fleißig kritisiert. Dass er nun mit den Konsequenzen leben muss, ist verständlich: er wurde fristlos von Apple gekündigt.

Ist die private Facebook-Seite wirklich privat?

Der ehemalige Mitarbeiter eines britischen Retail Stores hatte sich auf seiner Profilseite auf Facebook immer wieder negativ über diverse Geräte des US-amerikanischen Elektronik-Riesen geäußert. Einige seiner Kollegen, denen dieses grobe Fehlverhalten aufgefallen war, hatten dies ihren Vorgesetzten gemeldet, die schließlich die entsprechend notwendigen Schritte einleiteten und dem Kritiker nun kündigten. Doch Crisp wollte dies so nicht akzeptieren und ging vor Gericht. Er gab vor dem britischen Amtsgericht an, die Postings auf seiner Profilseite seien ebenso privat wie seine Profilseite selbst, weshalb man ihm daraus keinen Strick drehen dürfe. Doch das Gericht war hier anderer Meinung. Sie hatten sich auf die Freunde des Ex-Apple-Mitarbeiters berufen, die ohne Probleme die Einträge im gesamten Internet hätten verbreiten können.

Schlechte Arbeitsbedingungen Schuld an negativen Beiträgen?

Immer wieder haben in der Vergangenheit in Retail Stores beschäftige Apple Mitarbeiter über schlechte Arbeitsbedingungen und zu niedrige Dumping-Löhne geklagt. Einige hatten sich sogar zusammengetan, um eine Gewerkschaft zu gründen, die für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen sollte. Daher könnte es sein, dass auch der nun gekündigte Crisp schlichtweg unzufrieden mit seiner Arbeit war und deshalb seinem Frust über Facebook Luft gemacht hat.

Unzufriedenheit ist kein Freibrief

Abschließend bleibt nur noch zu erwähnen, dass man sich doch lieber an seine Schweigepflicht halten sollte, wenn eine solche vertraglich vereinbart wird. Andernfalls ergeht es jedem irgendwann einmal wie Crisp, wenn nicht sogar noch weitere Sanktionen verhängt werden. Unzufriedenheit und schlechte Arbeitsbedingungen sind schließlich kein Freibrief für einen Verstoß gegen die Schweigepflicht.

Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Hallo Ihsan,

    vielen Dank für die klaren Worte, dass gewisse Äußerungen in sozialen Netzwerken einem den Job kosten könnten.

    Diese Äußerungen können natürlich nicht nur von Arbeitgebern, sondern auch von Kunden, Head Huntern und potentiellen neuen Arbeitgebern mitgelesen werden … hier besteht dann auch die Gefahr, dass man Kunden vergrauelt, von Head Huntern weniger Angebote erhält und vom potentiellen neuen Arbeitgeber zu einem Vorstellungsgespräch erst gar nicht eingeladen wird.

    Hast du zu den letzten drei Fällen konkrete Beispiele? Freue mich auch über Feedback zu einem Artikel von mir, der vom Thema her in die gleiche Richtung zielt (Link siehe oben unter Website).


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