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19Nov/11Off

Ravensburger gegen Apple: Unerlaubte Nutzung der Wortmarke Memory!

Wieder einmal trifft es den US-amerikanischen Konzern Apple: Laut eines aktuellen Berichts der Süddeutschen Zeitung hat der deutsche Spielehersteller Ravensburger vor dem Landgericht München I eine Klage gegen das Unternehmen aus Cupertino eingereicht. Grund hierfür sei die unerlaubte Nutzung der Ravensburger Wortmarke Memory. Bereits im Jahr 1976 hatte sich Ravensburger diesen Namen für das gleichnamige Memory-Spiel schützen lassen und seit dem Jahr 2000 besitzt das Unternehmen sogar auch die Rechte für Spiele, die auf Datenträgern aller Art gespeichert sind. Allerdings geht es dem Spielehersteller bei diesem Rechtsstreit weniger um die Tatsache, dass Apple im App Store Spiele vertreibt, die auf dem gleichen Spielprinzip basieren, sondern dass Anwendungen angeboten werden, die im ihrem Namen das Wort Memory enthalten.

Vorwurf steht schon länger im Raum!

Die Auseinandersetzungen zwischen dem US-Konzern Apple und dem Spielehersteller Ravensburger scheinen allerdings schon eine längere Zeit anzudauern. So habe Ravensburger Apple zunächst abgemahnt und eine Sperrung der Apps gefordert, die die Wortmarke Memory beinhalten. Allerdings reagierte der Technologie-Hersteller nicht auf diese Forderungen. Ein Anwalt des Konzerns räumt mittlerweile Versäumnisse ein und sagte, dass durch den schnellen Aufstieg des App Stores nicht alles korrekt verlaufen sei und man nicht angemessen reagieren konnte.

Ravensburger lässt diese Aussagen allerdings nicht gelten. Denn Apple sei durchaus in der Lage, unerlaubte Apps innerhalb kurzer Zeit zu sperren und von der Plattform zu verbannen – zumindest wenn es um die Einhaltung der eigenen Rechte ginge. Mittlerweile ist Apple dafür bekannt, dass die Markenrechte des Konzerns ohne Rücksicht durchgesetzt werden. Das beste Beispiel hierfür ist die Klage gegen das Bonner Café Apfelkind (wir berichteten). Grund für die Klage war das Logo des Cafés, das einen Apfel und ein Kindergesicht zeigt, und dem Apple-Logo dadurch zu stark ähneln würde.

Memory nicht im englischsprachigen Raum geschützt!

Hauptargument von Apple ist die Tatsache, dass die Wortmarke Memory nur im deutschsprachigen Raum geschützt wäre, nicht aber im englischsprachigen. Ravensburger hingegen vertritt die Meinung, dass die Apps in Deutschland angeboten werden und daher auch das deutsche Markenrecht greift.

Ein Urteil in diesem Fall wird für den 31. Januar 2012 erwartet. Allerdings seien beide Seiten an einer friedlichen Lösung interessiert. Doch müsse Apple als Händler auch die Markenrechte des Spieleherstellers beachten.

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