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5Mai/11Off

Foxconn: Wieder harte Vorwürfe

Erst vor einiger Zeit berichteten wir von den scheinbar katastrophalen Arbeitsbedingungen, die beim Apple-Zulieferer Foxconn herrschen. Nachdem internationale Medien Druck auf den Zulieferer ausübten, hat man die Löhne zumindest teilweise erhöht. Aber schon jetzt gibt es neue Vorwürfe gegen den umstrittenen Zulieferer.

Noch immer scheinen beim Apple-Zulieferer Foxconn die Arbeitsbedingungen noch nicht zu stimmen. In einem aktuellen Medienbericht wurde dem Konzern nämlich wiederholt vorgeworfen unverantwortlich mit seinen Mitarbeitern umzugehen. Die Rede ist in erster Linie von viel zu vielen Überstunden, die geleistet werden müssen. Darüber hinaus hält man sich wie es aussieht nicht immer an die vorher vereinbarte Regel, dass nach sechs Tagen Arbeit ein freier Tag folgt.

Der Grund für die Vernachlässigung der Arbeitnehmerrechte ist wahrscheinlich die hohe Nachfrage nach Apple-Produkten. Vor allem die Nachfrage für das iPad der zweiten Generation ist momentan absolut bombastisch. Die Profitgier bringt den Zulieferer wahrscheinlich wieder dazu die alten zum Teil menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen einzuführen. Wie interne Informationen von Lohnabrechnungen deutlich zeigen, sind bis zu 96 Überstunden von manch einem Mitarbeiter geleistet worden. Und das innerhalb von nur einem Monat. Erlaubt sind lediglich 36 Überstunden pro Monat. Außerdem gibt ein Angestellter des Unternehmens an, dass er 13 Tage am Stück durcharbeiten musste. Auch die anderen Arbeitsbedingungen bzw. die Unterkunft der Mitarbeiter sei ziemlich grenzwertig und teilweise unzumutbar.