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18Feb/12Off

Apples Einsatz trägt endlich Früchte – Foxconn erhöht Mitarbeiterlöhne

Einem aktuellen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen Apples Kontrolleure erste Erfolge bei dem asiatischen Apple Zulieferbetrieb Foxconn erzielt haben. Ab diesem Monat sollen die Mitarbeiter von Foxconn zwischen 15 und 20 Prozent mehr Lohn erhalten. In Anbetracht der schwerwiegenden Vorfälle, die sich seit 2010 in den Foxconn Werken ereignet hatten, stellt dies einen enorm großen Erfolg dar. Immer wieder hatte es negative Schlagzeilen über Foxconn gegeben, etwa wegen der überaus schlechten Arbeitsbedingungen, der viel zu niedrigen Löhne oder der bereits vorgefallenen Selbstmorde von Mitarbeitern der Produktionsstätten.

Apple sorgt für mehr Transparenz

Apple hat nun einige unabhängig arbeitende Kontrolleure nach China geschickt, die sich in den Produktionshallen von Foxconn umsehen und die dortigen Zustände beurteilen sollen. Diese Kontrolleure kommen von der Fair Labs Association (FLA). Apples CEO Tim Cook teilte mit, Apple vertrete die Ansicht, dass jeder Arbeiter überall auf der Welt das gleiche Anrecht auf ein faires und sicheres Arbeitsverhältnis hat. Aus diesem Grund wurde auch die FLA von Apple gebeten, sich der Beurteilung der Arbeitsbedingungen bei dem asiatischen Herstellerbetrieb anzunehmen.

So etwas hat es in der IT-Branche bislang noch nicht gegeben und man kann durchaus sagen, dass das kalifornische Unternehmen mit diesem Schritt ganz neue Wege beschreitet. Davon sollten sich andere Unternehmen in Zukunft durchaus eine Scheibe abschneiden und ebenfalls bei ihren Zuliefererbetrieben einmal nachhaken, wie gut es denn den Mitarbeitern dort wirklich geht.

13Feb/12Off

Foxconn erneut in den Medien – Diesmal im US-amerikanischen Radio

Immer wieder hat Foxconn in den letzten Monaten mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Es vergeht inzwischen kaum eine Woche, in der wir nichts über die schlechten Arbeitsbedingungen, die Beschäftigung von Kindern oder etwa die Selbstmorde von Mitarbeitern in den Fertigungsstätten des taiwanesischen Zulieferers zu lesen bekommen. Nun hat es die unter dem Namen Foxconn bekannte Hon Hai Precision Industry Co. Ltd. aber auch in die Radios geschafft.

Mike Daisey ermittelt auf eigene Faust im Foxconn-Werk in Shenzhen

Der US-amerikanische Radiosender Chicago Public Radio produziert bereits seit dem Jahr 1995 eine einstündige Hörfunksendung, die jede Woche übertragen wird und sogar weltweit als Podcast verfügbar ist. Die Rede ist von "This American Life". Die Sendung wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa mit dem Peabody Award oder dem George Polk Award. Die Macher dieser preisgekrönten Sendung haben sich nun dem US-amerikanischen Monologist, Autor und Actor Mike Daisey gewidmet, der eine Foxconn Produktionsstätte im chinesischen Shenzhen besuchte und sich persönlich von den örtlichen Gegebenheiten überzeugt hatte.

Daisey hatte sich gegenüber Foxconn als Geschäftsmann ausgegeben und konnte so getarnt den gesamten Betrieb in aller Seelenruhe unter die Lupe nehmen und sogar mit diversen Mitarbeitern des Werks sprechen. So konnte er etwa herausfinden, dass minderjährige Mitarbeiter von der Geschäftsleitung angehalten werden, bei möglichen Kontrollen wegen ihres tatsächlichen Alters zu lügen, wie etwa im speziellen Fall eines 13-jährigen Mädchens. Auch konnte Daisey einen Vorfall in Erfahrung bringen, bei dem ein Arbeiter nach einer 34 Stunden andauernden Schicht tot umgefallen ist.

Daiseys Bericht als Podcast verfügbar

Der Radiosender hat selbstverständlich auch diese Sendung wieder als Podcast im World Wide Web bereitgestellt, so dass sich alle Welt einen eigenen Eindruck von der bewegenden Berichterstattung Daiseys verschaffen kann.

9Feb/12Off

Foxconn-Server gehackt: Interne Informationen von SwaggSec veröffentlicht

Mehr als dreieinhalb Jahrzehnte ist es her, dass Terry Gou im Jahr 1974 den taiwanischen Konzern Hon Hai Precision Industry Co. Ltd. gegründet hat. Inzwischen ist der Konzern einer der wohl größten Herstellerbetriebe von Computer- und Elektronikbauteilen, der vor allen Dingen als Auftragshersteller für solche Unternehmen wie zum Beispiel Dell, Microsoft oder Hewlett Packard arbeitet. Seit vielen Jahren ist das taiwanische Unternehmen auch für den kalifornischen Konzern Apple und damit für den zurzeit mit Abstand erfolgreichsten Technologie-Hersteller überhaupt tätig. Heutzutage tritt das Unternehmen unter dem Namen Foxconn auf und dürfte dem ein oder anderen mit Sicherheit ein Begriff sein.

Foxconn immer wieder in den Schlagzeilen

Schon seit mehreren Jahren ist Foxconn immer wieder mit negativen Schlagzeilen in der Presse vertreten. In diesem Zusammenhang ging es nicht nur um die Produktion des Unternehmens und die daraus resultierenden Umweltbelastungen, sondern auch um die schlechten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen hatte es in den letzten Jahren sogar immer wieder Selbstmorde bzw. Suizid-Androhungen unter den Mitarbeitern gegeben (wir berichteten).

SwaggSec konnte zahlreiche Zugangsdaten ausspionieren

Wie nun bekannt wurde, haben sich einige Hacker der Gruppe SwaggSec Zugang zu den Servern von Foxconn verschafft und dort zahlreiche Informationen ausfindig machen können. Diese sind kurzerhand auch im Internet veröffentlicht worden. Zugriff auf die Server konnten sich die Hacker über einen nicht ausreichend gepatchten Internet Explorer eines Foxconn-Mitarbeiters verschaffen. Unter den Informationen, welche durch SwaggSec veröffentlicht wurden, befanden sich unter anderem etwa zahlreiche Login-Daten, wie etwa von Apple:

No.                              1

User ID                         APPLE

User Name                   APPLE COMPUTER INC.

Password                     foxconn2

Vendor Code                APPLE

Company Name

User Type                     Vendor

Auch Zugangsdaten von Foxconn-Chef Terry Gou höchst selbst waren mit von der Partie:

FirstName                     Terry

LastName                     Gou

Shortname                    terrygou

HTTPPassword             (GED/mzYRx4Q98Z6wpQ47)

[http://x/.../$defaultview/01738F812EBC6F45BBE98FC024D560DD]

Mit den Zugangsdaten wäre es durchaus möglich gewesen, unter dem Namen großer Konzerne, wie zum Beispiel Microsoft, Apple, Dell oder Intel, autorisierte Bestellungen auszuführen. Foxconn hatte den Einbruch allerdings recht schnell bemerkt und innerhalb kürzester Zeit die Server vom Netz genommen.

6Feb/12Off

Apple-Store am Hamburger Jungfernstieg wegen Demonstrationen geschlossen

Am vergangenen Samstag, den 4. Februar 2012, gab es einen mehr oder weniger unangenehmen Zwischenfall im Hamburger Apple Store am Jungfernstieg. Mehrere Demonstranten hatten sich vor dem Store versammelt und den normalen Geschäftsbetrieb derart gestört, dass die Geschäftsleitung keine andere Wahl hatte, als den Store vorzeitig zu schließen und die Polizei zu alarmieren. Diese Aktion geht auf das Konto der Occupy-Bewegung, die es sich zum Ziel gemacht hat, die Arbeitsbedingungen der chinesischen Zulieferfirmen zu verbessern.

Occupy-Bewegung fordert bessere Arbeitsbedingungen für Foxconn

Insgesamt waren es rund zehn Occupy-Mitglieder, die sich vor dem Apple Store angekettet hatten, im Inneren des Stores Flyer verteilten und versuchten, den Geschäftsablauf zu stören. Im Grunde war die Forderung der Demonstranten sehr einfach. Denn sie wollen schlichtweg eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei Foxconn erreichen. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die Proteste vor dem Hamburger Apple Store denn der richtige Weg sind, um sich gegen Apple aufzulehnen. Schließlich ist der Hauptsitz von Apple im kalifornischen Cupertino und damit mehr als 10.000 Kilometer Luftlinie von Hamburg entfernt. Somit ist es also fraglich, ob die Proteste nun auch wirklich etwas gebracht haben.

Hinzu kommt natürlich aber auch, dass Foxconn ja keine Marke von Apple ist. Denn Foxconn ist ein eigenes Unternehmen, das lediglich im Auftrag von Apple dessen Produkte produziert. Foxconn hatte sich in den letzten Jahren durchaus eine ordentliche Scheibe an Apples Erfolg abschneiden können, doch haben sich die Arbeitsbedingungen dennoch leider nicht geändert. Während zu Beginn der Zusammenarbeit die Details zu den Arbeitsbedingungen bei Foxconn noch unbekannt waren, treten die Kritiken heutzutage durch die negativen Schlagzeilen natürlich immer mehr in den Vordergrund und schlagen sich auch auf das Image von Apple nieder.

30Jan/12Off

Apple CEO Tim Cook äußert sich zu Bericht der New York Times

„Wenn Apple gewarnt wurde und nicht gehandelt hat, dann ist das verwerflich“. Diese Aussage hatte der ehemalige Vorsitzende des National Advisory Committee on Occupational Safety and Health, Nicholas Ashford, in einem Zeitungsbericht der New York Times getätigt. „Aber was im einen Land verwerflich ist, ist ein akzeptiertes Geschäftsvorgehen im anderen. Und die Unternehmen profitieren davon.“ Mit diesen Worten hatte Ashford ganz klar gegen den US-amerikanischen Konzern Apple geschossen, aber auch gegen diverse andere Unternehmen wie IBM, Dell, Lenovo, Nokia oder Sony, die ihre Produktionen in Billiglohn-Länder verlagert haben. Damit wirft Nicholas Ashford den Unternehmen vor, sie würden sich nicht darum kümmern, welche Arbeitsbedingen und welche Lebensgefahren in den zahlreichen Produktionswerken vorherrschen.

Sind Apple die Missstände in den Produktionswerken egal?

Ashford fährt scharfe Geschütze gegen das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino auf. So sagte zum Beispiel Li MingQi, der bis April im Management der Foxconn Technology gearbeitet hatte, Apple würde sich um nichts anderes kümmern, als um eine Erhöhung der Produktqualität und sinkende Produktionskosten.

Die New York Times hatte unter anderem einen ausführlichen Bericht über zwei Explosionen in iPad-Fabriken, darunter auch Chengdu, abgedruckt, bei denen im Mai 2011 insgesamt 77 Arbeiter verletzt und vier weitere Arbeiter getötet worden sind. Noch bevor es zu diesen Explosionen kam, sei Apple über gefährliche Missstände im Chengdu-Werk alarmiert worden.

Tim Cook ist empört!

Apples CEO Tim Cook war überaus empört über diese Vorwürfe. In einer Rundmail an sämtliche Mitarbeiter teilte er mit, dass jegliche Behauptung, es sei Apple egal, was in den Produktionsstätten seiner Zulieferfirmen passieren würde, schlichtweg falsch wäre und eine Beleidigung für Apple darstellen würde. Apple könne nachweisen, dass diese Behauptungen nicht stimmen. So hatte das Unternehmen etwa erst im letzten Jahr die Anzahl der Inspektionen um rund 80 Prozent erhöht. Dabei wurden in diversen chinesischen Werken zahlreiche Verstöße festgestellt. Erst Anfang dieses Jahres ist Apple der Fair Labor Association beigetreten.

26Jan/12Off

Setzt sich Apple zu wenig für die Arbeiter in China ein?

Immer wieder gab es in der letzten Zeit negative Schlagzeilen über Apple und seinen taiwanesischen Zulieferer Foxconn. Angefangen hatten die Kritiken im Jahr 2011, als es aufgrund von schlechten Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten von Foxconn, deren Standorte sich aus Kostengründen überwiegend in China befinden, zu Selbstmorden gekommen ist. Erst in zwei Berichten vom 12. und 13. Januar waren wir darauf eingegangen, dass es in einem Foxconn Werk in der chinesischen Stadt Wuhan erneut zu abnormen Ausschreitungen kam. Hier hatten rund 150 Foxconn Arbeiter mit einem Massenselbstmord gedroht, sollte der Arbeitgeber nicht noch einmal die Arbeitsbedingungen überdenken und den Arbeitnehmern endlich eine Lohnerhöhung gewähren.

Ex-Manager üben harsche Kritik an schlechten Arbeitsbedingungen

Nun haben sich gleich mehrere ehemalige Manager von Apple zu Wort gemeldet und übten gegenüber der New York Times Kritik an den schlechten Arbeitsbedingungen in den Foxconn Werken. So hatten diese zum Beispiel angegeben, dass sich zwar der Umgang mit den Arbeitern in China in den vergangenen Jahren durchaus verbessert habe, doch im Grunde würde das Problem noch immer bestehen. Der US-amerikanische IT-Konzern Apple sei seit mehreren Jahren bereits darüber in Kenntnis gesetzt, wie schwerwiegend die Missstände in zahlreichen Produktionswerken von Foxconn, aber auch von anderen Auftrags-Herstellern sind. Die Ex-Manager lehnten sich bei ihrer Kritik durchaus weit aus dem Fenster und kritisierten den Elektronik-Riesen stark. So sprachen diese unter anderem davon, dass Apple die Probleme offenbar lieber ignorieren würde, als sie aus der Welt zu schaffen.

Wird Apple nun doch etwas tun?

Wie man unserer News vom 13. Januar allerdings entnehmen kann, hat Apple inzwischen aber durchaus vor, sich den Problemen bei seinen Lieferanten anzunehmen und die Missstände ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Immerhin wurden inzwischen sogar vollständige Listen sämtlicher Zulieferbetriebe durch Apple veröffentlicht, anhand derer man erkennen kann, welches Unternehmen für Apple tätig ist. Zusätzlich sollen in Zukunft auch bei Foxconn doppelt so häufig Kontrollen durchgeführt werden wie bisher. Ob sich tatsächlich etwas ändert, bleibt erst einmal abzuwarten.

20Jan/12Off

Apple-Zulieferer Foxconn wieder einmal groß in den Schlagzeilen

Seit sich im Jahr 2010 einige Arbeiter des taiwanesischen Auftrags-Herstellers aufgrund der mehr als schlechten Arbeitsbedingungen das Leben genommen hatten, kommt es im Hause Foxconn immer wieder zu negativen Schlagzeilen. Erst am 12. Januar hatten wir wieder einmal über Unruhen in einer Foxconn Produktionsstätte im chinesischen Wuhan berichtet. Hier hatten rund 150 Arbeiter bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Doch anstatt den Forderungen der Arbeiter nachzukommen, durften sich diese entscheiden, ob diese ihr Arbeitsverhältnis bei Foxconn kündigen möchten, oder ob sie sich doch lieber wieder in die Produktionshalle begeben. Daraufhin hatten sich zahlreiche Mitarbeiter zu einem Massenselbstmord auf das Dach der Produktionsstätte begeben, um den Arbeitgeber unter Druck zu setzen.

Foxconn-Arbeiter für Arbeitgeber nur Tiere

Wie zurzeit berichtet wird, ist offenbar der Direktor des Zoos in Taipeh zu einem Neujahrsevent eingeladen worden, um einen Vortrag über Tierhaltung abzuhalten. Den Managern des Konzerns wurde auferlegt, die Erkenntnisse des Zoodirektors auf die Fabriken und deren Arbeiter anzuwenden. Terry Gou, seines Zeichens Chef von Foxconn, hatte höchst selbst ausgesagt, Menschen seien auch nur Tiere und es bereite ihm Kopfschmerzen, wenn er mehr als eine Million Tiere managen muss.

Auftragshersteller bekommt immer mehr Kritik

Foxconn ist einer der bekanntesten Auftragshersteller, der etwa für solche Konzerne wie Sony oder HP tätig ist. Der wohl bekannteste IT-Hersteller ist allerdings Apple, dessen iPhone, iPad und diverse Notebooks in den Produktionsstätten von Foxconn produziert werden. Immer wieder gerät das Unternehmen in die Medien und wird stets stark kritisiert. Dies nicht zuletzt wegen der überaus schlechten Arbeitsbedingungen. Um die Kosten so niedrig wie nur möglich zu halten, hat Foxconn seine Produktionshallen nach China verlegt und lässt dort die Arbeiter rund um die Uhr in Schichten arbeiten.

13Jan/12Off

Apple kümmert sich um Probleme bei seinen Zulieferbetrieben

Wie wir bereits am Donnerstag berichtet haben, gab es in China am 2. Januar einige Ausschreitungen in einer Produktionsstätte von Foxconn. Das südkoreanische Unternehmen ist bereits seit geraumer Zeit einer der zahlreichen Zulieferbetriebe des US-amerikanischen Elektronik-Riesen Apple. Nachdem rund 150 Mitarbeiter in dem Foxconn-Werk im chinesischen Wuhan eine Lohnerhöhung forderten, diese aber nicht bekommen sollten, haben sich diese auf dem Dach der Fabrik versammelt und mit Massenselbstmord gedroht. Bereits im Jahr 2010 gab es schon einige Selbstmorde in Foxconn-Werken. Diese waren auf die überaus schlechten Arbeitsbedingungen zurückzuführen.

Apple reagiert auf wachsende Kritik

Nachdem die Kritik an Apples Zulieferbetrieben immer weiter wächst, hat sich der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino nun dazu aufgemacht, sich dem Problem anzunehmen. Als erste Handlung wurde nun von Apple eine Liste veröffentlicht, auf der beinahe alle Zulieferbetriebe aufgelistet sind, die für den Computerhersteller tätig sind, wie zum Beispiel Sony oder Intel, aber auch zahlreiche kleine und teils unbekannte Herstellerbetriebe. Gemeinsam mit dieser Liste wurde auch ein ausführlicher Bericht veröffentlicht, in dem die Ergebnisse der Werksbesichtigungen festgehalten sind. In diesem Bericht wird unter anderem angegeben, dass bei gerade einmal etwa 38 Prozent aller Zulieferbetriebe die mit Apple vereinbarte maximale Arbeitszeit von nicht mehr als 60 Stunden in der Woche einhalten wird. Bei den restlichen 62 Prozent scheint es demnach wohl zu extremen Differenzen zu kommen. Auch in punkto Arbeitslohn für geleistete Überstunden hat Apple enorme Missstände entdeckt, ebenso was den Umgang mit gefährlichen Abfallstoffen angeht. Bei einigen Betrieben wurde sogar Kinderarbeit aufgedeckt und es kam offenbar sogar zu Diskriminierungen von schwangeren Mitarbeiterinnen.

Apple wird Zulieferbetriebe nun häufiger inspizieren

Tim Cook, seines Zeichens CEO von Apple, ließ vor kurzem in einem Interview verlauten, dass sich Apple in Zukunft mehr um die Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferbetrieben kümmern werde. Insgesamt wolle man nun etwa doppelt so oft wie bisher bei den Betrieben vorbei schauen. Apple will künftig endlich etwas gegen die grausamen Arbeitsbedingungen bei einigen seiner Zulieferer unternehmen und deutlich härter dagegen vorgehen. Die Kritik an dem kalifornischen Unternehmen, die spätestens seit der Selbstmordserie im Jahr 2010 aufkam, hat nun also endlich Früchte getragen. Es bleibt zu hoffen, dass den Worten auch bald Taten folgen werden.

12Jan/12Off

Massenselbstmorddrohungen bei Apple-Zulieferer Foxconn

Schon seit längerem ist immer wieder bekannt geworden, dass es im Hause Foxconn zu einer wahren Ausbeutung der Mitarbeiter kommt. Viel Arbeit, wenig Geld - so sieht das Arbeitsleben eines Foxconn Mitarbeiters aus. Die überaus schlechten Arbeitsbedingungen in dem chinesischen Foxconn-Werk, das sowohl für den US-amerikanischen Elektronik-Riesen Apple als auch für den multinationalen Konzern Microsoft produziert, werden schon seit langer Zeit stark kritisiert und erscheinen immer wieder in den Medien.

Foxconn geht nicht wirklich auf Forderungen nach Lohnerhöhung ein

Inzwischen wurde bekannt, dass in der chinesischen Foxconn-Fabrik rund 150 Mitarbeiter einen Massenselbstmord angekündigt haben. Alle sind sich einig: Sie wollen mehr Lohn! Bereits am 2. Januar dieses Jahres sollen diese Mitarbeiter eine Lohnerhöhung gefordert haben. Foxconn jedoch zeigte keinerlei Einsicht und teilte mit, die Mitarbeiter mögen doch bitte ihre Arbeitsstelle kündigen und dafür die Zahlung einer Entschädigung akzeptieren oder schlichtweg den niedrigen Lohn akzeptieren. Viele Foxconn-Arbeiter hatten sich daraufhin für die Kündigung und die Auszahlung der Entschädigung entschieden. Doch soll Foxconn diese Zahlung offensichtlich verweigert haben, woraufhin sich die gesamte Situation dahingehend zugespitzt hatte, dass die Arbeiter mit einem Massenselbstmord gedroht hatten.

Klärung der Verhandlungen bisher ungewiss

Foxconn selbst hatte den Medien mitgeteilt, der Vorfall sei in der Zwischenzeit friedlich aus der Welt geschafft worden. Insgesamt 45 Arbeiter hätten von der Kündigung Gebrauch gemacht, die restlichen Mitarbeiter sollen ihre Arbeit wieder aufgenommen haben. Allerdings ist nicht gewiss, ob die Verhandlungen, denen auch der Bürgermeister der Stadt Wuhan beigewohnt haben soll, auch wirklich erfolgreich abgeschlossen wurden und ob auch das versprochene Geld ausbezahlt worden ist. Wir halten Euch diesbezüglich natürlich wie immer auf dem Laufenden.

19Nov/11Off

Foxconn produziert iPad 3 ab Januar 2012

Seit geraumer Zeit steht nun schon fest, dass der kalifornischen Technologie-Unternehmen Apple im kommenden Jahr das neue iPad 3 auf den Markt bringen wird. Erst kürzlich führte Apple Verhandlungen mit dem Hersteller LG (wir berichteten). Darin ging es um die Produktion eines 4 Zoll Displays sowie eines 7,35 Zoll großen Modells. Zudem wurden die Liefervereinbarungen bis in das Jahr 2016 verlängert. Dieser Deal bringt dem Hersteller LG zukünftig 1,1 Milliarden US-Dollar ein. Wie nun bekannt wurde, haben die Displayhersteller LG, Samsung und auch Sharp bereits begonnen die ersten Displays auszuliefern. Ingesamt sei bis zum Januar des kommenden Jahres eine Stückzahl von drei Millionen Displays geplant.

Produktionsbeginn bei Foxconn im Januar 2012 geplant

Bereits im Januar 2012 soll die Produktion des neuen Tablets im Zulieferbetrieb Foxconn anlaufen. Zwar wurde der Verkaufsstart bereits seit einiger Zeit für den Herbst des kommenden Jahres vermutet. Doch besagen neue Gerüchte, dass, wenn wir Glück haben, das iPad 3 bereits im ersten Quartal 2012 in den Läden stehen könnte. Die restlichen Bauteile, die für den Zusammenbau des iPad 3 notwendig sind, dürften dann also bis dahin ebenfalls nach und nach bei Foxconn eintreffen.

Ausstattung des iPad 3 leider noch nur reine Spekulation

Unter den noch zu liefernden Bauteilen, die im neuen iPad 3 verbaut werden, befindet sich Gerüchten zufolge zum Beispiel ein Apple A6 Prozessor. Außerdem soll das iPad 3 auch mit mehr Arbeitsspeicher ausgestattet werden und auch die Auflösung des Displays soll sich deutlich erhöhen. Dies spricht also durchaus für den Einsatz eines Retina-Display mit den bereits erwähnten 2.048 x 1.536 Pixel.